In Arbeit:
"Geschichten Großer Geister"
auf dem alten Südfriedhof

23. und 24. Juli 2010


Im Juni 2008 war das Projekt "Großer Geister Stunde ein Highlight
des 850. Stadtgeburtstages der LH München. (Bild Oben)
In kurzen Theaterszenen wurden prominente Begrabene des Alten Südfriedhof wieder zum Leben erweckt.
Der Bezirksausschuss 2 (Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt) plant eine Neuaflage.
Martin Lüning spielt Carl von Linde in der Szene "Faszination der Technik - Wie das Deutsche Museum entstand".
Projektleiter ist wieder der Regisseur und Autor Klaus Neumann.

Siehe auch "Großer Geister Stunde" auf dieser Webseite
oder die Ankündigung in Welt-Online.



THEATER BLAUE MAUS
Henning hat uns verlassen


Plötzlich und unerwartet und für uns alle unfaßbar ist unser lieber Freund und Kollege Henning Hoffsten nach fast überstandener Krankheit verstorben.
In etlichen Produktionen unseres Theaters und in Gastspielen war Henning als Schauspieler dabei. In vielen anderen stand er beratend zur Seite oder war als Sprecher vom Band zu hören. Seit vielen Jahren hat er als Mitglied unseren Förderverein unterstützt. Als Saarländer war Henning in der Rolle Hermann fester Bestandteil der von Sigi Siegert geschriebenen saarländischen Stücke.
Am 16. Mai sollte eine seiner Lesungen stattfinden - siehe unten.
Aus dem Theater Blaue Maus ist Henning Hoffsten nicht wegzudenken.

In Trauer um einen lieben Freund und Kollegen
und im Namen aller, die Henning nahestanden

Claus und Sigi Siegert


Nicht für Kinderohren!
Märchen aus dem "Cunto de li cunti"
oder "Pentameron"
des Giambattista Basile (um 1575 - 1632)
gelesen von Henning Hoffsten

Henning Hoffsten


Basiles Märchensammlung verweist auf Boccaccios „Decamerone“ und dessen fiktionale Gliederung in zehn Tage, an denen jeweils zehn Geschichten erzählt werden. Im „Pentamerone“, also „Fünf-Tage-Werk“, erzählen zehn Frauen an fünf Tagen im neapolitanischen Dialekt fünfzig Märchen, die Basile aus volkstümlichen und literarischen Überlieferungen schöpfte. Hier finden sich frühe Fassungen und Motive so bekannter Märchen wie Aschen-puttel, Rapunzel, Der gestiefelte Kater, Tischlein deck dich, Dornröschen und viele andere mehr – aber es ist nicht der „deutsche“ Märchenton, den man hier vernimmt, nicht die vertraute Stimme aus den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm oder aus den Märchen von Ludwig Bechstein. Basile erzählt keine Kindergeschichten, hier erzählt ein Mann anderen Männern, literaturkundigen, erfahrenen und weltläufigen erwachsenen Zuhörern, Geschichten, die derb und ordinär sein können und zugleich kunstvoll und hochpoetisch, beides in gewolltem Schock nebeneinander oder ineinander verwoben.


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